2010 UCI Cyclo-Cross Masters World Championships in Mol, Belgien
UCI CycloCross Weltmeisterschaften der Masters 2010 in Mol Belgien…
… oder ein großer Sandkasten-Spielplatz für „alte Männer“.
Ganz wie bei den „großen Jungs“ auch ist für jeden Crosser der Saison-Höhepunkt und gleichzeitige Saison-Abschluss die finalen Weltmeisterschaften. Für alle Lizenzfahrer die das 30. Lebensjahr vollendet haben und eine ausgewiesene Master-Lizenz (Senioren-Lizenz) ihr Eigen nennen dürfen, findet eine separate Weltmeisterschaft statt, die, wie in den letzten Jahren auch, im belgischen Mol ausgetragen wurde.
So ging es für Heiko am Samstag den 23. Januar 2010 um 7 Uhr los Richtung Antwerpen.
Trainierte und absolvierte Heiko die letzten Wettkämpfe noch bei eisigen Minus-Graden und Schnee, so erwarteten ihn im Feriengebiet Zilvermeer bei Mol „warme“ fünf Grad plus, ein freundlicher Himmel und ein schöner heller Sandstrand. Ja richtig gehört, Sandstrand, denn diese Wald- und Seen-Region ist mit super gepflegten und bewirtschafteten Stränden versehen, die als Ferien- und Freizeitziele dienen. Diese Strandidylle und der angrenzende Kiefernwald bildeten eine perfekt geniale Kulisse für erstklassigen Querfeldein-Sport.
Heiko startete in der jüngsten und mit unter schnellsten Altersklasse an diesem Tag. Knapp 50 Fahrer aus Frankreich, England, Benelux, Spanien, Italien, Tschechien, Deutschland und USA waren hier angetreten, um den Weltmeister im Cross-Sport zu ermitteln.
Wer nun meint, bei dieser Weltmeisterschaft fahren nur Amateurfahrer oder ewig jung gebliebene rum, der hat sich getäuscht. In allen Altersklassen finden sich ehemalige und amtierende Profis und Amateurfahrer auf hohem professionellen Niveau.
Für Heiko stand der olympische Gedanke und die besondere Atmosphäre einer WM im Vordergrund, was aber auch gleichzeitig die Motivation für ständiges und unermüdliches Training in den letzten Wochen war.
Mit dem Startschuss um 15.15 Uhr ging es für die Meute direkt zur Sache. In Sprint-Tempo ging es die lange asphaltierte Start-Gerade entlang, bevor es 90° links in den Strand ging. Die ersten Fahrer konnten noch den Schwung mit in den Sand nehmen und diesen „auf“ dem Rad durchqueren. Der große Mob dahinter musste auf Grund von Stürzen und Versteuern zu Fuss und mit geschultertem Rad den Strand in Angriff nehmen. Wer schon mal am Strand joggen war weiß wie anstrengend dies sein kann. Da macht ein Rad auf der Schulter die Sache nicht leichter.
Nach einer weiteren tiefen Sandeinheit ging es in den Kiefernwald, wo die Fahrer einen sehr schnellen technischen Parcour vorfanden, der zwar das Crosser-Herz höher schlagen ließ, aber mit erneuten kleinen und gemeinen Sandplacken viel Können verlangte und Fahrfehler konditionell bestrafte. Als eine das ganze Rennen gut funktionierende Zweier-Gruppe erreichte Heiko zusammen mit Tobias Lampe als 39. das Ziel.
Sebastian Hannöver aus Deutschland durfte sich als eindrucksvoller Sieger das Weltmeisterschafts-Trikot überstreifen. Chapeau für diese Vorstellung!
Dieses aus seiner Sicht gut Ergebnis hätte Heiko nicht erreicht, wenn nicht folgende Faktoren eine große Rolle gespielt hätten:
1. „Der gute Frank“, der mich in dieser Cross-Saison schon auf mehrere Rennen begleitet und aktiv unterstützt hat. Ohne Ihn wären nie so viele Bilder zustande gekommen und mein Rad immer noch dreckig. Mit seiner Anwesenheit gibt er einem Sicherheit und die damit verbundene Ruhe. Vielen Dank an Dich, Frank.
2. „Das Arbeitsgerät – das Bike“. Nicht ein Mal hat es mich mit Materialschwäche im Stich gelassen. Nur Sturzdefekte und Kommissäre konnten mich ausbremsen. Im Gegensatz zu den meisten Cross-Fahrern besitze ich kein zweites Ersatzrad, speziell auch für den Wechsel im Wettkampf. Mein Bike ist Trainings- und Wettkampfgerät in einem. Desto höher ist hier die Qualität einzustufen. Danke hier an CENTURION, THOMSON und DT-SWISS.
3. Das A und O beim Cross sind die Reifen. Da unser Sponsor nur normale Felgen-Reifen herstellt bin ich im Gegensatz zu den absolut verbreiteten Schlauchreifen eigentlich klar im Nachteil was die Traktion betrifft. Dies wird aber widerum mit unschlagbaren Profilen für die unterschiedlichsten Bedingungen ausgeglichen. An dieser Stelle ein ganz
großes Lob und Danke an MAXXIS für die perfekte Verbindung zur Strecke.
Damit auch Ihr einen kleinen Eindruck bekommt von diesem WM-Feeling, sind nachfolgend ein großer Schwung Bilder (etwas mehr als sonst) aufgeführt. Als besonderes „Schmankerl“ erwartet Euch noch ein interessantes Video, das Heiko bei seiner Trainingsrunde auf dem WM-Kurs gedreht hat. Sobald der Trailer online ist, geht an Euch ein neuer Newsletter raus. Ihr verpasst also nichts und seid nochmal mit dabei, natürlich in HD.
Mit diesem Bericht geht nun die Cross-Saison für das Hardattack Racing Team zu Ende. Doch die Mountainbike-Saison wirft schon ihre Schatten voraus. Also bleibt dran und vergesst bis Oktober nicht:
Cyclo-Cross – denn Quer ist mehr!












