10. Dorener Raiffeisen Bike Event 2008
Ergebnisse
- 3er-Team (Heiko, Jochen, Björn): 7. Platz (Offizielle Ergebnisliste, Rundenzeiten)
- Einzelstarter (Sepp): 13. Platz (Offizielle Ergebnisliste, Rundenzeiten)
Bericht
2 × 10 Stunden Action, Schmerzen und Rechenarbeit
Doren in Vorarlberg/Österreich, dieser Ort steht für eine schöne Landschaft, ursprüngliche Käsereien und ein professionelles Ausdauer-Spektakel. Zum zehnten Mal jährte sich das 10 Stunden Bike Event und als hätte es das Orga-Team um Leo Bischof und Guido Flatz bei Petrus bestellt, zeigte sich das Wetter von seiner Schokoladenseite. Kein Kärcher-Wetter wie im letzten Jahr und ein somit auch trockenes Fahrerlager zum erholen.
Wie ihr in unseren Vorberichten schon lesen konntet, war das Team nicht allein angereist. Unterstützung gab es von unserem Kameramann Fabian „HD” Oelkers und unserem Heilpraktiker Harry „die Hand“ Hanelt. Zumindest wollten wir aus den Nachteilen vom letzten Jahr gelernt haben und waren daher gut präpariert für den Wettkampf.
Jochen, Björn und Heiko standen als 3er-Team am Start. Sepp wollte mit seinen 40 Jahren nochmal wissen was sein Körper noch hergibt und ging als Einzelstarter auf die Strecke. Somit galt für das Team und die Betreuer 2 × 10 Stunden von höchste Konzentration und Hingabe.
Bevor wir aber näher auf die Renngeschehnisse eingehen noch einige Fakten zur Strecke und das was sich darauf so tummelte: Die Dorener präsentierten in diesem Jahr eine etwas längere und gut vorbereitetet Strecke, auch mit dem Ziel die Rundenzeiten nicht unter zehn Minuten fallen zu lassen. Die Gesamtrundenlänge lag bei genau 4,8km und 120hm. Durch die vielen Kreuzungspunkte und den zentral gelegenen Ziel- und Fahrerlagerbereich war der gesamte Wettkampf mehr als zuschauerfreundlich.
Der wirklich sehr selektive Kurs war Mountainbike pur und somit waren auch einige bekannte Ausdauerspezialisten an der Startlinie. Bei den Einzelstartern allen voran Michael Kalivoda und sein Trainingskollege Jan Schmidt. Bei den 3er-Teams waren die alten Verdächtigen aus dem Alpengebiet am Start wie z.B. das Krafstoff-Team mit Martin Hämmerle und Gerhard Kaufmann.
Pünktlich um acht Uhr morgens fiel dann der Startschuss. Massenstart aller Kategorien. Gut eine Minute hinter dem Ersten kam Jochen aus seiner Runde zurück und übergab an unseren Teamchef. Auf der schnellen und noch feuchten Schotter/Wiesen Abfahrt war unserem Jochen ein hoch nervöser Mitstreiter ins Rad gerutscht, was den selben Effekt hatte wie ein Flipperball, nur mit zusätzlichem Zeitverlust.
Der Start und somit die Ausgangsposition war also mehr als bescheiden. Als Jochen in seinen zweiten Turn ging folgte das Pech auf großen Füssen. Erneut auf der schnellen Schotterabfahrt warf ihn ein plötzlich auftauchender Wacker aus der Spur und somit auch vom Rad. Gute fünf Minuten, ein ganzes Stück „Tapete“ und eine Menge Moral kostete dieser Abflug. Hier kam zum ersten Mal unser Medizinmann Harry zum Einsatz. Aber wir wollen jetzt hier nicht jammern und auf die Tränendrüse drücken, geschweige uns rechtfertigen, sonst würden wir ja in einem anderen Team fahren.
Vielmehr versuchten wir uns mit konstanten Rundenzeiten wieder von dem 11. Platz nach vorne zu arbeiten. Schließlich waren wir letztes Jahr sechster und hatten uns eine Verbesserung in diesem Jahr vorgenommen. Dies war leider bereits nach zwei Stunden eine nicht mehr zu realisierende Geschichte, aber den Vorjahresplatz zu erreichen schien machbar. Wir wussten um die sehr kräftezehrende Strecke, auch im trockenen und setzten somit auf unser Motto: „Von hinten sticht die Biene“. Eben jene Konstanz aller drei Fahrer bis zum Schlusspfiff bescherrten dem Team einen verdienten und doch zufriedenen siebten Platz mit ganz knappen Rückstand auf den sechsten.
Sepp setzte an diesem Tag das Highlight des ganzen Teams. Seine Erfahrung und seine hervorragende körperliche Verfassung waren zehn Stunden lang das entscheidende Mittel, um sich in dem stark besetzten Fahrerfeld der Einzelstarter zu behaupten. Gleichmäßige Rundenzeiten über fast den ganzen Zeitraum und eine optimale Versorgung durch unseren Harry „Eule“ Hanelt waren es schließlich, die ihm den sensationellen 13. Platz sicherten.
Es müssen nicht immer Platzierungen auf dem Treppchen sein, die glücklich machen. Vielmehr zählt die Leistung im Verhältnis zu den Bedingungen. Und noch eine weitere wichtige Sache hat an diesem Tag eine super Vorstellung abgeliefert: unser Material!
Die Centurion Rahmen gaben all unsere Kraft an die Erde weiter, insgesamt acht ständig rotierende Maxxis-Reifen verloren niemals die Puste, unsere DT-Laufräder liefen vehement geradeaus, die Stütze und Vorbauten von Thomson gaben alle Strecken-Information direkt und ohne Kraftverlust an den Körper weiter und unser Lenkmaterial von NC-17 steuerte uns bis ins Ziel.
Wir sind stolz auf und mit soviel Zuverlässigkeit und Qualität unterwegs zu sein. Danke für diese Unterstützung, auch an alle anderen, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben.
Auf would.at gibt es ausserdem einen Film von der Veranstaltung.
Strecke
Sehr selektive Rundstrecke auf vorwiegend festgefahrenen Waldwegen; Teile der Strecke auf Asphalt, Schotter und Wiese
Distanz: 4,4 km
Höhenmeter: 120 m pro Runde












